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Gelebte Patientensicherheit an den tirol kliniken

Erfolgreiches erstes Weihnachtssymposium an der Universitätsklinik für Anästhesie und Intensivmedizin veranstaltet.

Am Dienstag, den 18.12.2018 veranstaltete das SIM-Team Anästhesie unter der Leitung von OA Dr. Markus Thaler, OA Dr. Benedikt Treml und OÄ Dr. Ruth Kröss das erste Weihnachtssymposium mit dem Titel „Gelebte Patientensicherheit an den tirol kliniken“. Der große Hörsaal des Kinderherzzentrums war sehr gut gefüllt: Ärzte und Pflegekräfte verschiedenster Abteilungen hatten sich Zeit genommen um gemeinsam über Patientensicherheit zu diskutieren, über Fehlerkultur zu sprechen und um die CRM-Leitsätze näher kennenzulernen.

Univ.-Prof. Dr. Alois Obwegeser erwähnte in seiner Ansprache die Entstehungsgeschichte des interdisziplinären Simulationszentrum (ITZ) am AZW. Das SIM-Zentrum wird teils zur Ausbildung durch das AZW benützt, teils steht es den Mitarbeitern der tirol kliniken zur Verfügung um skills-training (ILS, BLS, ALS-trainings) und anspruchsvolle CRM (Crew-Resource-Management)-Workshops durchzuführen.

Die Moderatorin, OÄ Dr. Ruth Kröss, führte durch die abwechslungsreichen zweieinhalb Stunden und sprach die Entstehung des SIM-Teams der Anästhesie Innsbruck in Bildern kurz an. Im Jahr 2018 konnten 112 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Universitätsklinik Anästhesie (Pflege und Ärzte) an den CRM-Workshops während der Arbeitszeit teilnehmen.

 

Drei große Themenblöcke wurden behandelt:

 

Vom Training zur Realität

OÄ Dr. Johanna Tiechl (Univ-Klinik für Gynäkologie), Assistenzarzt Dr. Bernd Wallner (Universitätsklinik für Anästhesie) und DGPK Philipp Weichselbraun (Anästhesiepflege) schilderten ihre Emotionen, Eindrücke und Erlebnisse bei einer Reanimation im gynäkologischen OP – mit gutem Ausgang für die Patientin. Dieser anspruchsvolle Fall wurde von den drei damaligen Teammitgliedern nach den 15 CRM Leitsätzen aufgearbeitet. Danach erfolgte eine lebhafte Diskussion zum Thema „CPR im OP“ und CRM.

 

„Mein Patient kann fliegen!“

Unter diesem Gesichtspunkt diskutierten Capitain Klaus Egger von der ÖAMTC Flugrettung und OA Dr. Markus Thaler (Universitätsklinik für Anästhesie). Besonders intensiv wurde die Diskussion beim Thema Checklisten und bei deren Vor- und Nachteile. Die Critical Incident Reporting Systeme kurz CIRS wurden ebenso angesprochen wie auch der „Human Factor“ als wesentliche Fehlerquelle in komplexen Systemen.

 

Sichere Akutmedizin!?

OA Dr. Benedikt Treml (Univ.-Klinik für allg. und chir. Intensivmedizin) schilderte an drei markanten Zwischenfällen was wir aus Fehlern lernen können. Als positiven Abschluss besprach er jene Punkte aus dem "Crew resource management", die hilfreich bei der Bewältigung solcher Zwischenfälle sein können.

 

Nach zweieinhalb Stunden intensiver Auseinandersetzung mit dem Thema „Patientensicherheit“ verließ jeder Teilnehmer den Hörsaal mit den „15-CRM-Leitsätzen“ in der Hand - überzeugt, diese auch im klinischen Alltag in Zukunft anzuwenden. Die begeisterten Rückmeldungen der Teilnehmer bekräftigten die Organisatoren im nächsten Jahr eine neuerliche Auflage des Symposiums zu veranstalten.

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